Was uns krank macht – was uns heilt.

Foto: Sör Alex/photocase

Was uns krank macht – was uns heilt,

so heisst das Buch des Psychoneuroimmunologen Christian Schubert. Die Psychoneuroimmunologie (PNI) ist eine Teildisziplin der Psychosomatik.

In der PNI geht man davon aus, dass die Psyche, das Gehirn und unser Immunsystem eng miteinander verknüpft sind. Sie sprechen sozusagen eine gemeinsame Sprache und verfolgen ein Ziel. Das Ziel ist die Gesunderhaltung unseres Körpers.

Mit Hilfe der Untersuchungen der PNI zeigt sich immer mehr, wie bedeutsam der Einfluss unserer Psyche auf das Immunsystem ist. Es zeigt, wie wesentlich soziale Aspekte des Lebens für unsere Gesundheit sind.

In Studien, die Schubert mit seinem Team durchführte, zeigte sich, dass jede Art von Stress die Immunabwehr schwächte. Andersherum zeigte sich auch, dass jede Form von Freude das Immunsystem stärkt.

In diesem Zusammenhang fällt mir der Psychoonkologe Dr. Jürgen Stepien (www.stepien-impulse.de) ein. In einem seiner Vorträge zu den Quellen der Gesundheit stellte er folgende Frage an sein Publikum: Wann schießt Freude ein ?

Es war eine Frage, die mich lange bewegt hat und mit der ich meinen Tagesablauf eine zeitlang untersucht habe. Das Ergebnis war zunächst mager. Doch mit der Zeit änderte sich mein Fokus. Mir fielen mehr und mehr Dinge und kostbare Eigenschaften von meinen Mitmenschen auf, die mir Freude bereiteten. Oftmals waren es Kleinigkeiten. Sozusagen kleine Juwelen im Tagesverlauf.

Aber nochmal zurück zum Vortrag von Dr. Stepien. Die erste Reaktion im Publikum war ein Schmunzeln. Das Leben ist doch kein Ponyhof. Es ist anstrengend und es geht doch nicht immer nur um Freude. Oder vielleicht doch?

Jetzt, nach den Erkenntnissen der PNI könnte man fast denken, das es von der Evolution so gewollt ist, dass wir viele Dinge im Leben so tun, dass sie uns Freude bereiten.

 

Freude, Begeisterung und Zufriedenheit zu kultivieren und den individuellen Lebensstil zu finden und zu leben, der dies am ehesten ermöglicht, ist vermutlich das Wirksamste, was wir für unsere Lebensenergie und unsere Gesundheit tun können. Susanne Kersig

 

Weiterhin zeigte sich in den Studien von Schubert, dass es zu auffällig großen Verzögerungszeiten zwischen dem Auftreten von sozialen Ereignissen und den Reaktionen des Stress- und Immunsystems kommen konnte. Jedes Ereignis, das uns auf der psychosozialen Ebene berührt, sei es ein Streit, eine Kritik oder eine Beschämung, kann unseren Organismus noch über Tage und Wochen hinaus beschäftigen.

Wir können diese wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenfassen und dürfen zu dem Schluss kommen, das psychosoziale Missstimmung nicht nur deutliche Auswirkungen auf unsere Psyche, sondern auch auf unseren Körper hat.

Mit meinem Angebot, beziehungs-weise-gesund, knüpfe ich genau an diese wissenschaftlichen Erkenntnisse an. Lassen Sie uns Gesundheit, durch gelingende Beziehungsmomente, fördern und stärken.

Stärken wir im Miteinander das, was uns gut tut. Das, was unseren Beziehungen und unserer Gesundheit gut tut. Beides gedeiht offensichtlich mit unseren Herzensqualitäten, wie Freude, Güte, Gelassenheit und Mitgefühl.

Weitere Informationen finden Sie in:

  • Kersig, Susanne: Im Dialog mit dem Körper; Kösel Verlag 2014
  • Schubert, Christian: Was uns krank macht – was uns heilt. Aufbruch in eine neue Medizin. Das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele besser verstehen; Fischer & Gann 2016
  • Trökes, Anna; Dr. Holger Cramer: Mit Yoga zur Selbstheilung. Übungen zur stärkung unseres Immunsystems; Herder GmbH 2019
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