Glück vermehren

Wir Menschen streben nach Gesundheit und Glück. Das ist es, was wir uns alle wünschen.

Wie Sie Ihr Glück und Ihre Gesundheit vermehren können, dazu möchte ich Ihnen einige Impulse in diesem Blogbeitrag geben. Angeregt dazu wurde ich von dem Buch: “Liebe und Gesundheit”, von Tulku Lobsang Rinpoche.

Wir alle wissen, wie wir ein kleines Glück erzeugen können.

Der heiße, duftende Kaffee am Morgen, der Blick in den blauen Himmel, eine innige Umarmung, das Lauschen von uns berührender Musik, ein gutes Buch, eine neu gewählte Farbe für das Wohnzimmer, leckere Früchte, ein guter Duft oder das leise Zwitschern der Vögel.

Diese einfachen Freuden machen uns geistig und körperlich ein wenig glücklicher und gesünder.

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Achten Sie auf jeden Moment,

in dem Sie lächeln oder lachen, denn dieser ist wichtig.

Tulku Lobsang Rinpoche

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Wie innig wir dieses kleine Glück wahrnehmen, wie sehr wir es genießen können, das macht den Unterschied aus. Meistens bleiben wir nur wenige Sekunden bei der Wahrnehmung. Wir haben aber die Möglichkeit, diese Sekunden auszudehnen und länger bei der glücklichen Empfindung zu bleiben. Sie wirklich innerlich werden zu lassen. Damit ermöglichen wir unserem Empfinden eine körperliche Reaktion, durch die Bereitstellung “gesunder Botenstoffe”, auszulösen.

“Savoring” oder Genießen üben, wie es neudeutsch so schön heißt, will geübt werden und soll zur Stimmungsverbesserung und zum Abbau von Ängsten und Stress beitragen. Aus eigener Erfahrung kann ich dies nur bestätigen.

Was oder wobei genießen Sie? Was trägt zu Ihrem Wohlbefinden, zu Ihrem kleinen Glücksgefühl bei? Was wäre, wenn Sie dieses kleine Glück vermehren würden? Wenn Sie es vielleicht intensivieren würden?

All diese kleinen Glücksempfindungen werden uns über unser Sinnessystem ermöglicht. ein wirkliches Geschenk.

Darunter liegt noch eine feinere Wahrnehmung, eine subtilere Ebene, mit der wir Glück unterstützen können.

Um diese subtilere Ebene zu erreichen ist es gut Körper und Geist in achtsame Bewegung zu bringen. Durch Yoga, Tanz oder Tai Chi. Achtsame Bewegung, in der sie Ihren Körper wahrnehmen können, in der Sie Ihre Bewegungen und Ihre Beweglichkeit genießen können.

Zu dieser subtileren Ebene, die Ihr Glück unterstützt, gehört es in der tibetischen Medizin auch, für ausreichend Wasser und Wärme zu sorgen.

Versorgen Sie sich täglich mit ausreichend körperwarmen Wasser. Zusätzlich könnten Sie darauf achten, dass Ihre Füße schön warm bleiben. Beides hilft uns, hilft Körper und Geist dabei, die innere Energie besser zu halten.

Auch das Hinausgehen in die Natur, das Sorgen für frische Luft als auch das Hineinlassen von frischer Luft in die Räume, ist in der tibetischen Medizin ein wesentlicher Bestandteil, zur Unterstützung von Gesundheit und Glück.

Ich erlebe, wie wir Westler an diesen Stellen ganz schnell sagen: “Ach, das mache ich doch alles.” Meine Erfahrung mit mir zeigt, wir machen es irgendwie und irgendwie auch nicht, aber in den wenigsten Fällen, machen wir es wirklich achtsam.

Vielleicht denken Sie, das sind ja Winzigkeiten, das ist nicht wesentlich. Wenn Sie gesund sind und mitten in Ihrer Kraft stehen, fällt es Ihnen leicht so zu denken. Sollten Sie erschöpft, erkrankt oder unglücklich sein, machen all diese Möglichkeiten, wirklich Sinn.

Sie sorgen für mehr Ruhe im Inneren. Der Körper liebt es, wenn für ihn gesorgt wird. Und der Geist, unser Gedankenkarussell kan ruhiger werden.

Oftmals ist es das Einfache, das Schlichte, was wirklich Wirkung zeigt.

Probieren Sie es aus. Ich wünsche Ihnen alles Gute dabei und damit.

 

 

Ein Weg mit Herz.

Es heißt so schön, man solle dem Herzen folgen.

Wo will es denn hin, mein Herz? Was ist meine Herzenssehnsucht?

Oh, da gibt es einige. Hinter her!

Da gab es anfänglich ein fortwährendes Suchen. Und immer noch etwas, was besser sein konnte.

Und dennoch hat mich das Leben mit den Jahren gelehrt, dass sich nicht jede Herzenssehnsucht erfüllen muss, um glücklich zu sein.

Auf meinem Weg fand ich. Und manchmal wurde ich auch von meinen Lebensaufgaben gefunden. Und mit der Zeit wurde mir immer wesentlicher, das ich bei dem, was ich tue – Jetzt – mit ganzem Herzen dabei bin.

Bei all dem, was das Leben mir gerade vor die Füße legt. Nicht zu flüchten, weil es schwierig wird. Sondern da zu sein.

Mit viel Wohlwollen für sich selbst, einem Blick für das, was möglich und für das, was unmöglich ist.

Und mit einem beherzten Handeln für das Miteinander.

Apapacho – die Seele umarmen.

Apapacho.

Ich bin Deb Dana, einer amerikanischen Psychotherapeutin sehr dankbar für dieses wundervolle Wort. Es klingt in meinen Ohren schön, dieses Wort. Weich und wenig aufdringlich.

Gefunden habe ich es in ihrem ausgezeichneten Buch: Die Polyvagal-Theorie in der Therapie. Erschienen im Probst Verlag.

Das Wort Apapacho ist ein altes aztekisches Wort. Übersetzt meint es so etwas wundervolles, wie “die Seele umarmen.”

Deb Dana benennt mit Apapacho einen leiblichen Zustand.

In den Genuss dieses Zustandes kommen wir nur, wenn unser Nervensystem im Hintergrund grünes Licht gibt. Sprich, wenn es entscheidet, die Situation, in der wir uns befinden ist sicher für uns.

Ob Sie es glauben oder nicht, unser Nervensystem ist autonom und es steuert uns ohne unser Wissen in unterschiedliche Zustände. Auf der Basis dieser physiologischen Zustände entwickelt sich unser Verhalten.

In  diesem Zustand von Sicherheit fühlen wir uns verbunden, mit uns selbst und mit der Welt. Wir können regenerieren, uns erholen, gesunden und vor allem mit uns selbst und anderen resonieren und in Verbindung treten.

Diesen Zustand nennt Deb Dana Apapacho. er wird über unseren 10. Hirnnerv, den Vagus Nerv ausgelöst.

Kennen Sie dieses, sich aufgehoben fühlen, dieses Wohlgefühl, dieses zur Ruhe finden? Kennen Sie diese Weite im Brustkorb und das Erwärmen des Herzens? Begegnungen und Gespräche bekommen einen anderen Ton und eine andere Tiefe.

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“Die Aktivität des ventralen Vagus ist für jeden von uns und für die ganze Welt gut.”

Deb Dana

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Wenn Sie ihn kennen, diesen Zustand, wann genau erleben Sie ihn? Was hilft Ihnen dabei in diesen Zustand zu gelangen?

Wir können unsere Wahrnehmung für die Arbeit unseres Nervensystems sensibilisieren. Kampf- und Fluchtreaktionen, die vom Sympatikus ausgelöst werden, lassen sich so wahrnehmen, einordnen und regulieren.

Und Zustände des Vagus Nerven lassen sich aktiv ansteuern und auslösen. Das heisst, wir können unsere Physiologie und damit auch unsere Psyche, unsere Stimmung und unser Wohlbefinden beeinflussen.

Ursprünglich glaube man, das autonome Nervensystem ließe sich nicht beeinflussen. Dem ist nicht so.

Sie haben Fragen? Sprechen Sie mich einfach an.

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Mikro Momente der Verbindung

“Mikro Momente der Verbindung” nennt Barbara Fredrickson (US amerikanische Psychologin) die Momente, in denen Menschen sich miteinander synchronisieren.

(Mikromonete der Positivitätsresonanz)

Diese Momente finden statt, wenn Sie ein aufrichtiges, gutes Gefühl mit einem anderen Lebewesen empfinden. Hierzu reicht ein ehrliches Anlächeln, ein aufrichtiges Zuhören, mitfühlende Aufmerksamkeit oder kurze Mitfreude bereits aus.

“Wenn Sie mit jemand anderem wirklich in Verbindung treten, erklärt Fredrickson, “kommen ihr Herzrhythmus und ihre Biochemie in Einklang, sogar das Feuern der Neuronen synchronisiert sich. Hier geht es nicht nur um ihre eigene Gesundheit, denn wenn Sie mit anderen in Kontakt treten, wird nicht nur ihr Herz leicht stimuliert, sondern das ihres gegenübers auch.”

B. Fredrickson, Die Macht der Gefühle. Campus, Frankfurt am Main, 2014

Wir haben in all unseren Zusammenkünften, auch in beruflichen Kontexten, die Möglichkeit diese Mikromomente der Verbindung herzustellen. In Mitarbeitergesprächen, im Willkommensgespräch, im Arzt-Patienten Gespräch oder in Schüler-Lehrer Situationen.

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Es sind diese kleinen achtsamen Momente, auf die es ankommt. Sie sind weitaus kraftvoller, als gemeinhin angenommen.

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Ich persönlich finde die Vorstellung von Mikro Momenten sehr entlastend und sehr menschlich. Wir können nicht permanent achtsam und aufmerksam sein, aber wir können ganz bewusst Momente der aufrichtigen Aufmerksamkeit schaffen.

Vielleicht mögen Sie mal die Seite wechseln. Stellen Sie sich ein Gespräch vor, in denen Sie als Patient, als Mitarbeiterin, als Schüler das Gefühl haben, ich bin für einen kurzen Moment gesehen worden. Wir alle kennen dieses Gefühl, wir spüren es sofort körperlich.

Und wir alle verlassen diese Gespräche, diese Begegnungen mit einem Gefühl der Verbindung, der Anbindung an diese andere Person, egal ob es ein Arzt, ein Lehrer oder eine Führungskraft ist.

Diese kleinen Momente punkten nicht nur auf der körperlichen Ebene durch Synchronisation unserer Herzrhythmen sondern sie regulieren unseren Stresslevel, stimulieren unseren Vagusnerv und reduzieren unsere Entzündungswerte. Darüber hinaus sorgen sie auf der psychosozialen Ebene für Vertrauen, Loyalität und Motivation. Vielleicht sogar für Lust auf gesunde Leistung.

Warum nutzen wir dieses “Instrument der Verbindung” so wenig?

In meinem Coaching als auch in meinen Fortbildungen begleite ich Fach- und Führungskräfte dabei, leichter in Verbindung zu kommen. Mit sich selbst und mit den Ihnen anvertrauten Menschen.

Geerdete Spiritualität

 

“Vielleicht ist das Paradies ja kein Ort ohne Schmerz, Gewalt und Leiden,

sondern ein Land des Mitgefühls.”

 

Richard Stiegler

www.seeleundsein.com

Corona-Stress ist Körper-Stress

Gestern fiel mir das Buch, Die Psyche in Zeiten der Corona-Krise, in die Hände. Herausgegeben von Robert Behring und Christiane Eichenberg im Verlag Klett-Cotta.

Ein sehr lesenswertes Buch. Mich hat vor allem das Kapitel: Corona-Stress ist Körper- Stress angesprochen.

Kurt und Reiner Mosetter veröffentlichen darin eine schöne und hilfreiche “Navigationshilfe”, wie sie es nennen, für Krisenzeiten:

Nichts Seelisches ist ohne Körper, nicht Körperliches ohne Seele.

Jetzt können Sie sagen, das wissen wir doch alle. Ja vielleicht und doch vergessen wir es immer wieder.

Unser inneres Schutzschild, das an unserem Überleben interessiert ist, arbeitet in Corona Zeiten auf Hochtouren. Unser Körper setzt seelischen Stress und Dauer-Angst, Masken Pflicht und Lockdows in spezifische Reaktionsmuster um.

In Kampf- und Fluchtreaktionen und zuweilen auch in Erstarrungsreaktionen.

Das heißt, der Ton wird rauer. Es kommt zu Gereiztheiten, zu mehr Streitigkeiten und Empfindlichkeiten. Es kommt zu Rückzügen und auch zu Gefühlen von großer Hilflosigkeit.

Vielleicht haben Sie in den letzten Wochen und Monaten auch einen Energiemangel oder mehr Erschöpfungssignale an sich selbst wahrgenommen. Das ist unserem Nervensystem und seiner Wachsamkeit geschuldet. Kein Zeichen von Krankheit, sondern eher von Gesundheit und ganz normal unter dieser Situation.

Das, was unser Körper in herausfordernden oder gefährlichen Situationen tut, er zieht sich zum Schutz zusammen. Dies wiederum hat deutliche Auswirkungen auf unser Befinden, auf unsere seelische Gestimmtheit.

“Die Körperhaltung und die neuromuskuläre Körper-Aktivität und -Anspannung beeinflussen und färben die Psyche. Sich-Beugen bedeutet und triggert “Gefahr”.” K. und R. Mosetter

Deshalb empfehlen K. und R. Mosetter in ihrem Beitrag wunderbare Dehnungsübungen, Atemübungen und Aufrichtunsübungen für diese besondere Zeit.

Meine Empfehlung für gestresste Menschen lautet, erlauben Sie sich diese Übungen auch vor beginnenden Teamsitzungen, mit den Kindern, Schülern oder Klienten und vor allem für sich selbst.

Wer Freude an Bewegung und Dehnung zur Musik hat, der findet weitere Anregungen hierzu auch in meinem Blogbeitrag  “Weit werden, wenn´s eng wird”.

Entstressen kann auch leicht sein und Freude machen. Und die wünsche ich Ihnen dabei.

Wie wir Verbindendes finden.

Manchmal müssen wir nur die richtigen Fragen stellen, um festzustellen, was uns als Menschen verbindet.  Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die uns verbinden, ein anderes mal ist es Wesentliches.

Schauen Sie selbst in dem kleinen Film, Das Experiment:

https://www.youtube.com/watch?v=TX94T3T6o3w#action=share

Schön gemacht.

Wenn es um Wesentliches geht, wird es schlicht.

Wenn es um Wesentliches geht, wird es schlicht.

Da zählen unsere menschlichen Qualitäten, keine lauten Reden, keine Expertisen und kein Expertentum.

Gesunde Empathie

Empathie heißt die Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen. Die meisten Menschen, die soziale, pädagogische oder pflegende Berufe einnehmen, besitzen viel von dieser Fähigkeit. Sie spüren, wie es dem anderen geht, was er braucht und oft auch, wie sie helfen können.

Und das ist gut so.

Empathie ist lebensnotwendig für uns Menschen. Aber manchmal haben wir zuviel davon. Dann verlieren wir uns im anderen und können dadurch nicht mehr hilfreich sein.

Wir müssen da sein, präsent sein, um hilfreich sein zu können.

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Gesunde Empathie erfordet, dass ich beim anderen sein kann und gleichzeitig bei mir. Wie kann das gehen?

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Sehr hilfreich dabei ist die Hinwendung zur eigenen Körperwahrnehmung.

Ich höre empathisch zu und überprüfe, ob ich mit meiner Wahrnehmung auch bei meinem Körper bleiben kann. Spüre ich mich noch?

Wo hat mein Körper Kontakt? Mit der Rückenlehne? Mit dem Boden? Mit der Armlehne?

Eine schöne Übung, die aus dem Neuro Yoga kommt, ist die Mitte Meditation. Üben Sie erst immer am “Beckenrand”, also allein für sich.

Versuchen Sie in der Vorstellung, über die Mitte des Kopfes einzuatmen, den Atem an der Wirbelsäule entlangströmen zu lassen und unterhalb des Bauchnabels auszuatmen. In Ihrem Tempo und ohne Anstrengung.

Erst wird es ungewohnt sein, bleiben Sie dran. Mehrmals täglich kurz die Wahrnehmung nach innen richten, und spüren.

Manchmal reicht auch nur der Kontakt, also die Vorstellung der eigenen Wirbelsäule, um gut bei sich zu bleiben.

Und dann probieren Sie es im Miteinander. Vielleicht erstmal mit Freunden und dann im beruflichen Kontext.

Im Kontakt, im Gespräch immer mal wieder für einen kurzen Moment die Aufmerksamkeit auf die eigene Wirbelsäule lenken.

Sich selbst immer wieder verloren zu gehen ist erschöpfend und eine mögliche Vorstufe zum Burn Out.

Bei sich selbst bleiben zu können, ermöglicht es Ihnen wirklich hilfreich zu sein. Sie können spiegeln und sind gleichzeitig Gegenüber. Ein großes Geschenk für Ihre Mitmenschen.

Probieren Sie es aus. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldungen.

Beziehungsqualitäten wirken.

Beziehungsqualitäten wirken. Sie schwächen oder sie stärken uns, sie beflügeln oder sie bedrücken uns.

Die zu uns selbst und die zu anderen.

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Wie wir Beziehung gestalten,

wie wir kommunizieren hat nicht nur Einfluß auf unser Gefühl von Wert und Würde, sondern stärkt oder schwächt auch unsere Leistungen-, unsere Motivation und darüber hinaus auch unser Hormon- und Immunsystem.

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Wir machen im Miteinander Physiologie.

Wer das nachlesen möchte, dem empfehle ich das bereits etwas ältere Buch von David Servan-Schreiber: Eine Neue Medizin der Emotionen.

Das heißt, wir können gemeinsam Gesundheit und Lernen fördern.  Und wenn wir uns mit Fehlzeiten beschäftigen, sollte unser Blick auch auf der Atmosphäre unserer Arbeitsstätte liegen. Es sind die Beziehungen, die die Atmosphäre machen.

Und glauben Sie mir, wir nehmen sie alle wahr. Ob wir eine Schule besuchen, eine Kita oder eine Arztpraxis.

Weiterhin wird die Wirksamkeit von Beziehungsqualitäten leider unterschätzt. Oftmals höre ich im Coaching den Satz, ich war doch nur da. Ich habe gar nichts gemacht, nur zugehört.

Wie wunderbar, kann ich da nur sagen. Hier findet gegenseitige Regulierung statt.

Beziehungsqualitäten wirken ebenso real wie ein Medikament.

Darüber hinaus haben unsere Beziehungsqualiten immer etwas mit unserem Nervensystem zu tun. Erst wenn unser Nervensystem den Eindruck hat, dass wir in Sicherheit sind, reguliert es uns in einen beruhigten Zustand. In diesem beruhigten Zustand (soziales Nervensystem) kommen wir in die Präsenz und haben Kontakt zu so wesentlichen Qualitäten wie Mitgefühl, Wertschätzung, Fürsorge und Klarheit. (Polyvagal Theorie)

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Das Besondere an diesen Qualitäten ist, sie stärken beide Seiten. Den, der gibt und den, der nimmt.

Eine klassische Win-Win Situation.

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Eines meiner Hauptanliegen, im Coaching als auch in meinen Fortbildungen, ist es Beziehungsberufler zu stärken. Das geht nicht, ohne ihnen das Vermögen ihres eigenen Nervensystems und den damit verbundenen Beziehungsqualitäten ans Herz zu legen.

Und das tue ich gern.